Verankerungsmittel bei WDV-Systemen

Seit 1957 werden Wärmedämmverbundsysteme eingesetzt, seitdem sind die Voraussetzung zur Erfüllung energetischer Mindestanforderungen gestiegen. Bei der Errichtung von Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) haben deren Dämmstoffplattendicke in den letzten Jahren stetig zugenommen. Von dieser Entwicklung ist auch das Gerüst bzw. die Gerüsterstellung betroffen.

Bei der Bestellung und Ausgestaltung des Gerüstes sind daher einige Besonderheiten zu beachten. So ist ein größerer Abstand zwischen Gerüst und Fassade erforderlich, damit der Einbau des WDVS möglich ist. Zudem muss die Standsicherheit von Gerüsten an Fassaden mit WDVS durch sichere Verankerungsmittel und/oder Gerüstkonstruktionen hergestellt werden. Auch sind für die Arbeiten die Gerüstbreite und der Zugang zum Gerüst entsprechend auszuwählen.

Da sich die auftretenden Kräfte an das Gerüst und seine Befestigung mit zunehmender Dämmplattendicke immer mehr erhöhen.

Wir haben für Sie, die in Frage kommenden Arten zusammengefasst.

Konstruktive Aussteifung

  • Wird z.B. erforderlich wenn eine Konventionelle Verankerung nicht ausreicht.

Das Gerüst wird durch zusätzliche Verstrebungen durch Diagonalen und Horizontal verbänden ausgesteift, diese Ausführung bedingt einen relativ hohen Konstruktiven Aufwand und behindert die Bearbeitung der Fassade und verringert die Durchgangshöhe.

Freistehendes Gerüst

  • Ein Gerüst muss verankert werden wenn es eigenständig nicht Standsicher ist.

Eine unverankerte, freistehende Ausführung ist aufwendig und erfordert eine breite Stellfläche. In den meisten Fällen wird der Einsatz von Ballast erforderlich.

Daueranker

  • Der Daueranker verbleibt im Mauerwerk und wird Bestandteil der Fassade.
  • Der Gerüstbauer erstellt einen Verankerungsplan.

Ein Problem bei Verankerungselementen die im WDVS verbleiben:

bei Temperaturveränderung kann sich das Verankerungselement anders als das Material der Dämmung ausdehnen und zusammen ziehen.

Da bei dem Anbringen des WDV-Systems alle notwendigen Maßnahmen zum abdichten gegen Feuchte und Wind-/Luftdichtheit erbracht werden müssen. Sollten auch nach dem Abbau des Gerüstes keine Wärme - Kälte und Feuchtigkeitsbrücken erzeugt werden.

Da im Laufe der Zeit die unterschiedlichsten Arbeiten am Gebäude vollzogen werden müssen und Gerüste den Auszuführenden Arbeiten angepasst werden müssen und die Systemgerüsthersteller in Ihren Aufbau und Verwendungsanleitungen vorschreiben, auf welcher Höhe einer Gerüstlage zu verankern ist, wird es für den nachfolgenden Gerüstbauer fast unmöglich diesen Daueranker mit dem Knotenpunkt des Systemgerüstes wieder zu treffen um eine fachgerechte Verankerung anzubringen.

In den meisten Fällen bei Gebäuden über 8,00m Traufhöhe, empfehlen wir die nachfolgende Verankerungsart.

Konfektionierte Sondergerüstanker

 

  • Ist eine Verankerungsart die ohne großen Aufwand verbaut werden kann.

Es handelt sich hierbei nicht um Daueranker- Systeme sondern um temporäre Verankerungskonstruktionen, die konstruktiv so ausgebildet werden, dass Sie die parallel zur Fassade wirkenden Lasten durch die Dämmung hindurch in den tragfähigen Ankergrund leiten können. Der Nachweis der Tragfähigkeit und der Brauchbarkeit wird durch den Hersteller erbracht, der auch die Montageanleitung vor gibt.

  • Die Anker werden vollständig entfernt, die daraus entstehenden Löcher können sehr gut und dicht verschlossen werden.
  • Die WDVS Anker eigenen sich auch sehr gut bei Verankerungen bei bereits bestehenden WDVS und können Aufgrund der wieder Verwendbarkeit von uns Kostengünstiger Angeboten werden als ein Daueranker.

Im Auftrag unserer Kunden haben wir die Aufgabe gestellt bekommen, für Sie das beste Verankerungssystem und nach den bei Ihnen auftretenden Anforderungen auszuwählen.

Teilen Sie uns mit welches WDV - System bei Ihrem Bauvorhaben angebracht ist oder angebracht werden soll. Wir werden für diese Ansprüche das passende Verankerungsmittel wählen und Ihnen detaillierte Informationen und einen Ein und Ausbauplan zukommen lassen.

 

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